Malching beauftragt Planungsbüro

Dorferneuerung nimmt immer deutlichere Konturen an - „Architekturschmiede“ erhält Zuschlag

Die Dorferneuerung in Malching nimmt weiter Formen an. Nachdem mit dem Infozentrum bereits eine Maßnahmen umgesetzt wurde, ging es bei der Beratung am vergangenen Freitag darum, sich für ein Planungsbüro zu entscheiden, das zukünftig die planerische Federführung bei der Dorferneuerung in Zusammenarbeit mit den einzelnen Arbeitskreisen haben wird. Zur Sitzung konnte Bürgermeister Georg Hofer neben elf Gemeinderatsmitgliedern auch mehrere Vereinsvorstände, die Arbeitskreis- Vorsitzenden der Dorferneuerung, den geschäftsleitenden Beamten Fritz Müller und Baudirektor Günter Plepla vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE) Niederbayern im Sitzungssaal der Gemeinde begrüßen.

 

„Die Planerauswahl ist ein wichtiger Schritt bei der Dorferneuerung, denn mit der heute getroffenen Entscheidung wird in den nächsten Jahren das Gesicht Malchings nachhaltig geprägt werden“ sagte Baudirektor Günther Plepla bei seiner Einführung in die Thematik. Er erläuterte die verschiedenen Planungsphasen und die unterschiedlichen Anforderungen an die jeweiligen Planer. Die Aufgaben beziehen sich zunächst auf eine Bestandserhebung, Grobanalyse, Feststellung von Werten und Mängeln, die Einbeziehung des erstellten Leitbildes und der Ziele in die Planung, verschiedene Maßnahmenkonzepte und die Darstellung der Planungen in Karten und Bildern.

Er wies darauf hin, dass die Planungen von einem einzigen, aber auch von unterschiedlichen Planungsbüros erarbeitet werden können. In allen Fällen richtet sich die Bezahlung in der Regel nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure und wird vom ALE Niederbayern mit 62 Prozent gefördert. „Auf die Gemeinde werden Kosten in Höhe von 20 000 bis 30 000 Euro in der Planungsphase zukommen“ so der Bauamtsdirektor abschließend.

 

Nach der Einführung durch Günter Plepla hatten die drei vom ALE Niederbayern vorab ausgewählten Planungsbüros die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit in einer 20-minütigen Präsentation vorzustellen. Im Anschluss bestand aus dem Gremium der Dorferneuerung noch die Möglichkeit, 10 Minuten Fragen dazu zu stellen. Alle drei Büros nutzten die Möglichkeit in einer anschaulichen Weise ihre Arbeit vorzustellen. So wurden zum Beispiel Bilder „Vorher/ Nachher“ gezeigt, die einen Eindruck vermittelten, was bei der Dorferneuerung alles möglich ist.  s legten aber auch alle drei Büros Wert darauf, festzustellen, dass es sich nur um Beispiele handelt, denn es soll in keinem Fall dem Ort Malching eine Standardplanung übergestülpt werden, sondern individuell auf den Ort zugeschnitten und im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten eine Dorferneuerung durchgeführt werden.

 

Die anschließenden Fragen waren bei allen drei Planungsbüros gleich. Zum einen ging es um die voraussichtliche Dauer der Planungsphase, die bei allen drei Büros zwischen einem dreiviertel Jahr und einem Jahr beträgt, und zum anderen, wie viele Projekte aktuell von den Büros betreut werden und ob man einen festen Ansprechpartner hat oder für unterschiedliche Planungen auch verschiedene Planer. Eine wichtige Frage hatte auch Robert Egginger zur Finanzierung der Einzelberatung bei Bürgern, die im Sinne der Dorferneuerung sanieren wollen. Hier konnte Günter Plepla beruhigen, denn in Zusammenarbeit mit den Planungsbüros und der Gemeinde ist die Einzelberatung für den jeweiligen Bürger kostenlos.

 

Danach kam es zur geheimen schriftlichen Abstimmung über das Planungsbüro, dass den Zuschlag in Malching erhält. Jeder Anwesende hatte dabei eine Stimme und mit deutlicher Mehrheit wurde schließlich das Planungsbüro  „Architekturschmiede“ aus Kirchdorf im Wald gewählt. Das Planungsbüro muss nun ein Angebot vorlegen über das der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung abstimmen wird.

Text: Karl Sanladerer, Foto: Robert Friedl

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